18.07.-02.08.2024

Urlaubsvertretung

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an unsere urlaubsvertretende Praxis:

Praxis Dr. Sellgrad Roonstraße 86, Köln
Telefon: 0221/213620

TERMINE
via Doctolib

Hausärztliche Facharztpraxis für Allgemeinmedizin im Herzen Kölns.

Der Fokus unseres ganzheitlichen naturheilkundlichen Konzepts liegt auf Ihnen als individuellem Patienten. Unser Anliegen ist es, Sie umfassend zu untersuchen und zu beraten. In der integrativen Medizin betrachten wir Symptome im Zusammenhang mit anderen Beschwerden und individuellen Einflussfaktoren. Unsere Philosophie umfasst eine psychosomatische Betreuung, detaillierte Aufklärung über Krankheitsursachen, angepasste Ernährungsberatung und sportmedizinische Empfehlungen.

Wir setzen auf eine qualifizierte und individuelle Behandlung, bevorzugen natürliche Heilungsprozesse und fördern die Regeneration auf verschiedenen Ebenen. Dazu bieten wir praxisintern eine Vielzahl an therapeutischen Maßnahmen und arbeiten darüber hinaus mit Therapeuten anderer Fachrichtungen zusammen. Unsere Praxis legt großen Wert auf eine freundliche Atmosphäre, fortlaufende Weiterbildung und Qualitätssicherung. Wir möchten Sie nicht nur bei Beschwerden unterstützen, sondern auch zur Vorsorge und Gesundheitserhaltung anregen. Unser oberstes Anliegen ist es, dass Sie sich bei uns fachlich und menschlich gut aufgehoben fühlen.



Leistungen

Unsere allgemeinmedizinische Facharztpraxis ist ihr erster Ansprechpartner bei allen Gesundheitsfragen und -problemen. Wir bieten alle Untersuchungs- und Behandlungsverfahren an, die für die hausärztliche Versorgung wichtig sind. Um einen Eindruck von unserem Leistungsspektrum zu bekommen, finden Sie nachfolgend einen Überblick über einige unserer Leistungen. Wenn Sie Fragen haben, stehen wir ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Diagnostik

Wir möchten Sie in allen Lebenslagen individuell und persönlich betreuen.
Grundlagen für eine umfassende Behandlung sehen wir in den bewährten diagnostischen Verfahren der Allgemeinmedizin.

Diagnostischen Verfahren

  • Blut-, Stuhl- und Urinuntersuchungen
  • Messung von Herzenzymen bei akuten Herzproblemen
  • EKG (Untersuchung der Herzfunktion)
  • Lungenfunktionsuntersuchung
  • Messung der peripheren Sauerstoffsättigung (SpO2)
  • Neurologische Basisdiagnostik
  • Geriatrisches Basisassessment
  • Psychosomatische Befunderhebung und Untersuchung

Vorsorge

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Vorsorge (Prävention).
Damit unterstützen wir Sie dabei, eigenverantwortlich zur Erhaltung Ihrer Gesundheit beizutragen.

Viele Krankheiten haben eine vermeidbare Vorgeschichte. Durch gezielte Prävention, also Vorsorge, kann die Gesundheit gepflegt und bis ins hohe Alter erhalten werden. Wir unterstützen Sie dabei, eigenverantwortlich zur Erhaltung Ihrer Gesundheit beizutragen.

Ebenso lassen sich fast alle schweren Krankheiten zumindest in ihren Auswirkungen lindern, wenn die Risiken frühzeitig erkannt werden. Die moderne Medizin kennt zahlreiche Verfahren, um das hohe Gut Gesundheit zu schützen und zu bewahren.

Präventionsuntersuchungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen

  • Gesundheits-Check ab 35. Lebensjahr
  • Hautkrebsvorsorge
  • Krebsvorsorge für Männer
  • Darmkrebsvorsorge
  • Jugendgesundheitsuntersuchung (J1)
  • Jugendarbeitsschutzuntersuchung
  • Impfungen entsprechend den Empfehlungen der STIKO

Selbstzahler

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL)

Immer mehr Patienten möchten mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen und wünschen individuelle diagnostische und therapeutische Verfahren, die das Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherungen nicht beinhaltet. Neben privat versicherten Patienten können aber auch gesetzlich versicherte Patienten unsere Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Individuelle Gesundheitsleistungen sind private Zusatzleistungen. Daher müssen die entstehenden Kosten von ihnen privat übernommen werden. Grundlage für die Berechnung der Kosten ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Gerne beraten wir Sie, welche der genannten Leistungen individuell für Sie empfehlenswert sind.

Individuelle Gesundheitsleistungen

  • Spezielle Vorsorgeuntersuchungen mit weiterführenden Laboruntersuchungen
  • Immunologisches Untersuchungsverfahren zum Nachweis von okkultem Blut im Stuhl (iFOBT)
  • Lungenfunktionsuntersuchung oder EKG auf Wunsch
  • Akupunkturbehandlungen zur Schmerztherapie
  • Akupunktur zur Raucherentwöhnung mit zusätzlichen Ohr-Dauernadeln
  • Akupunktur bei Angststörungen/psychischer Erschöpfung
  • Spezielles Akupunkturkonzept bei Augenerkrankungen (Makuladegeneration)
  • Neuraltherapie und Mesotherapie
  • Injektions- und Infiltrationstherapie
  • Osteopathie und Massage
  • Hydro-Jet Unterwasserstrahlmassage
  • Allergie- und Heuschnupfenbehandlung
  • Kinesiotaping
  • Eigenbluttherapie
  • Aderlaßbehandlung
  • Schröpfbehandlungen
  • Wärmebehandlungen, Moxatherapie
  • Infusionstherapie zur akuten Infekt- oder Migränebehandlung
  • Aufbau- und Vitaminkuren
  • Ernährungsberatung, Diätbegleitung
  • Naturheilkundliche Folgeanamnese
  • Stoßwellentherapie
  • Botox-Behandlung zur Faltenreduktion
  • Reiseimpfberatung
  • Ärztliche Bescheinigungen wie Tauchtauglichkeitsprüfung, Führerscheinuntersuchung und weitere spezielle Atteste
  • Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten




Therapien

Akupunktur

Die Akupunktur ist sicherlich das im Westen bekannteste Verfahren der chinesischen Medizin und die wohl älteste Heilmethode der Welt. Akupunktur ist das Stechen definierter Punkte der Körperoberfläche mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken. Sie ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und geht von der Lebensenergie (das sogenannte Qi) des Körpers aus, die auf definierten Leitbahnen, den Meridianen, zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat.

Ein gestörter Energiefluss des „Qi“ mit ihren Anteilen Yin und Yang wird für Erkrankungen und Schmerzen verantwortlich gemacht. Die Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren und damit auch Schmerzen lindern oder beseitigen.

Die Lebensenergie „Qi“ mit ihren Anteilen Yin und Yang sind die beiden lebenserhaltenden Kräfte, die im Körper als Gegenpole gleichzeitig wirksam sind. Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ihr Ungleichgewicht führt zu Beschwerden und Krankheit. Yin und Yang stellen Gegensätze dar, z.B. Tag – Nacht, Wasser – Feuer, Bewegung – Ruhe, die sich gegenseitig bedingen und somit einander ergänzen und zusammen Ganzheit erzeugen. Yin und Yang können ineinander übergehen (z.B. der Übergang des Tags in die Nacht). Diese Yin- und Yang-Aspekte finden sich nicht nur in der Natur, sondern lassen sich auf alle Phänomene übertragen, so auch auf den Menschen, seine anatomischen Strukturen, Symptome und Krankheitszeichen. Alle physiologischen Prozesse sind das Resultat der Gegensätzlichkeit und der gegenseitigen Abhängigkeit von Yin und Yang, auch Organe und Leitbahnen werden entweder dem Yin oder dem Yang zugeordnet. So können Krankheit und Schmerzen grundsätzlich als ein Überwiegen von Yin oder Yang interpretiert werden; bei chronischen Erkrankungen mit Leere- und Kältesymptomen überwiegt Yin, bei akuten Erkrankungen mit Fülle- und Hitzesymptomen überwiegt entsprechend Yang. Betrachtet man die über den Körper laufenden Meridianbahnen, wird deutlich, dass auch Akupunkturpunkte, die fern des eigentlichen Schmerz- oder Krankheitsgeschehens liegen, bei der Behandlung eine wichtige Rolle spielen.

Die Nadelung von Akupunkturpunkten kann analgetisch (schmerzlindernd), vegetativ regulierend, entzündungshemmend, immunmodulierend (immunstärkend) und muskulär detonisierend (entspannend) wirken. Unbestritten hat die Akupunktur darüber hinaus viele weitere psychologische (z.B. angstlösende und antidepressive) Wirkungen.

Die Akupunkturbehandlung ist eine praktisch risiko – und nebenwirkungsarme Behandlungsmethode. Seltene Nebenwirkungen sind z.B. die Ausbildung eines Hämatoms (Bluterguss) oder vereinzeltes Austreten von Blutstropfen an der Einstichstelle, vorübergehendes lokales oder ausstrahlendes Taubheitsgefühl, kurzzeitig empfundener Schwindel oder leichte Kopfschmerzen. Bei längerer Verweildauer von Nadeln (sogenannte Dauernadeln im Ohr) kann es zu lokalen Entzündungsreaktionen kommen.

Idealerweise ergänzen sich Akupunktur und die westliche Schulmedizin in Diagnostik und Therapie. Eine rasche Entspannung bis hin zu einer „schwebenden Leichtigkeit“ stellt sich als Sofortwirkung oft unmittelbar ein. Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort Erleichterung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert es bis zu spürbaren Reaktionen etwas länger. Üblicherweise benötigt man mindestens 4-5 Sitzungen, bevor eine beständige Wirkung eintritt, meist sind insgesamt ca. 10 Sitzungen notwendig. Es wird mit sterilen Einmal-Nadeln, vorwiegend liegend behandelt, je nach Krankheitsbild ein- bis dreimal pro Woche.

Die Einsatzgebiete der Akupunktur sind sehr vielfältig. Als anerkannte Indikation für eine Akupunkturbehandlung gelten alle akuten und chronischen Schmerzen.

Weitere Indikationen für eine Akupunkturbehandlung

  • Schmerzen des Bewegungsapparats (z.B. Rückenschmerzen, Knieschmerzen)
  • Tennisarm, Impingementsyndrom der Schulter oder Tibiakantensyndrom des Beins
  • Sportverletzungen
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • organische und funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-Trakts
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • akute oder chronische Bronchial- und Atemwegserkrankungen
  • psychische oder psychosomatische Erkrankungen
  • Depressionen und Ängste
  • Erschöpfungssyndromen (Burn-out)
  • Schlafstörungen oder Unruhezustände
  • Allergien und Heuschnupfen
  • zur Nikotinentwöhnung und Gewichtsreduktion

Die gesetzlichen Krankenversicherungen erstatten 10 Akupunktursitzungen bei chronischen lumbalen Rückenschmerzen, sowie bei Arthrose im Kniegelenk. Die privaten Versicherer erstatten üblicherweise Akupunkturbehandlung bei jeglichen schmerzhaften Erkrankungen.

Neuraltherapie (nach Huneke)

Die Neuraltherapie versteht sich als ganzheitliches Reiz- und Regulationsverfahren und nimmt Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Die Neuraltherapie bedient sich der Tatsache, dass alle Zellen, sozusagen „von der Haarspitze bis zur Großzehe“, über das sympathische Nervensystem miteinander verbunden sind.

Dieses Nervensystem verbindet alle Organe unseres Körpers miteinander. Ziel der neuraltherapeutischen Behandlung ist es, gestörte Regelsysteme auf verschiedenen physiologischen Ebenen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei gestörtem Gleichgewicht der Regelsysteme und dem vegetativem Nervensystem können Schmerzen, Verspannungen oder Entzündungen – oft weit vom ursprünglichen Ort der Störung entfernt – entstehen. Diese zeigen sich z.B. als muskuläre oder bindegewebige Gelosen (Verhärtungen) in den äußeren Gewebsschichten und können auch Hinweis von Störungen der inneren Organen sein. 80-90% aller Störfelder befinden sich im Kopfbereich (Zähne, Kiefer, Ohren, Nasennebenhöhlen, Augen, Mandeln u.a.). Neben unauffälligen chronischen Entzündungen kommen vor allem auch Narben als Störquelle in Frage.

Bei der Neuraltherapie wird ein lokales Betäubungsmittel (Procain oder Lidocain) lokal injiziert, dabei geht es aber nicht (nur) darum, Schmerzen vorübergehend auszuschalten, sondern auch um eine Inaktivierung der Störquelle und damit um eine Normalisierung der entgleisten Regulationssysteme. Als Methode der Regulationstherapie hat die Neuraltherapie also das Ziel, neurale, muskuläre, lymphatische und zirkulatorische Regelkreise im Organismus wieder in eine physiologische Ordnung zu führen.

Bei akuten Schmerzen wird die Injektionsnadel meist direkt in die schmerzende Körperregion gesetzt ( Lokaltherapie ). Ist diese Stelle nicht zugänglich, z.B. bei inneren Organstörungen, werden damit in Verbindung stehende Körpersegmente behandelt (Reflexzonen, Akupunkturpunkte, Head’sche Zonen oder Triggerpunkte), diese Therapie nennt man Segment- Therapie

Indikationen für Neuraltherapie

  • Rückenschmerzen mit Muskelverspannungen
  • Wirbelsäulen und Gelenkschmerzen (z.B. Knie, Handgelenke oder Schulter)
  • Tennis- oder Golferarm
  • Sportverletzungen, Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündungen
  • Neuralgien (durch gereizte Nerven bedingte Schmerzen oder Störungen) z.B. Gürtelrose
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Bauchschmerzen und -krämpfe
  • Funktionelle Organbeschwerden
  • Vegetative Verstimmungszustände
  • Schwindel und Tinnitus
  • Augenerkrankungen

Ausgezeichnet zu kombinieren ist die Neuraltherapie mit Akupunktur, Schröpfen, Wärm- oder Moxabehandlung und Osteopathie.

Die Kosten der Neuraltherapie werden von den meisten Privatkassen übernommen, je nach Aufwand übernehmen auch die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Wenn Sie Fragen zu dem Therapieverfahren haben, sprechen Sie mich gerne darauf an.

Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie ist ein modernes, effektives und sehr schonendes Therapieverfahren, die bei verschiedenen Problemen am Bewegungsapparat eingesetzt werden kann.

Stoßwellen sind mechanische und energiereiche Schallldruckwellen, die durch das Gewebe fortgeleitet werden und zu einer Energieentladung beim Auftreffen auf festere Gewebestrukturen führen.

Wirkung und Mechanismen

  • Linderung von Schmerzen
  • Beseitigung der Schmerzursache
  • Beeinflussung des Muskeltonus
  • Anregung des Zellstoffwechsels und der Durchblutung
  • Aktivierung von Regenerationsprozessen
  • Abschwächung entzündlicher Prozesse durch Hemmung von Entzündungsmediatoren (COX II)
  • Anregung von Gefäßneubildung und Trophikverbesserung
  • Auflösung von Verkalkungen, Verklebungen, Vernarbungen oder Verwachsungen
  • Förderung der Wundheilung

Indikationen für Stoßwellentherapie

  • Fersensporn und Plantarsehnenentzündung (Plantarfasciitis)
  • Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis)
  • Golferarm (Epicondylitis humeri ulnaris)
  • chronischer Achillessehnenschmerz (Achillodynie)
  • Supraspinatussehnensyndrom
  • Patellaspitzensyndrom (Joggers knee/Sprinterknie)
  • muskuläre und myofasziale Schmerzsyndrome mit Muskelverhärtungen und verklebungen (Myogelosen)
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Alternativ zu den konservativen Standardtherapien mit Medikamenten, Physiotherapie oder ggf. einer geplanten Operation hat sich die Stoßwellentherapie im Praxisalltag bereits seit langer Zeit bewährt. Nach aktueller Studienlage kann mit einer Erfolgsrate von 70-80% gerechnet werden.

Relevante Nebenwirkungen treten nicht auf, gelegentlich kann es vorübergehend zu Schwellungen oder kurzfristig zu einer Schmerzzunahme nach der ersten Behandlung kommen.

Die Behandlung sollte 3-5 Mal im Abstand von 1-2 Wochen durchgeführt werden.

Schröpfen

Schröpfen ist eine über 3000 Jahre alte Methode und zählt zu den ausleitenden Heilverfahren. Zu Beginn wurden Saugglocken aus Tierhorn oder Keramik verwendet, heutzutage werden sie aus Glas oder Kunststoff hergestellt.

Das Schröpfen ist eine Therapieform der Naturheilkunde und wird in Kliniken und Kurhäusern mit großem Erfolg angewendet. Schröpfen hilft bei einer Vielzahl von Beschwerden wie z.B. Migräne, Spannungskopfschmerzen, Rückenschmerzen, Hexenschuss (Ischialgie), Knieproblemen, Schwächezuständen und zur Lockerung von Narbengewebe.

Üblicherweise wird in erster Linie der Rücken behandelt, da sich dort zahlreiche Reflexzonen befinden, die mit verschiedenen Organen des Körpers korrespondieren. Bei der Untersuchung des Rückens des Erkrankten stellt der Therapeut typisch auffällige Zeichen wie verhärtete schmerzhafte Bereiche (Myogelosen), empfindliche Trigger Punkte, „sulziges“ (gallertartig) oder auch eingefallenes Gewebe fest. Diese unterschiedlich imponierenden Zonen deuten wiederrum auf bestimmte verschiedene Erkrankungen hin.
Zunächst wird bei der Behandlung die Haut mit einem Körperöl eingerieben. Danach setzt der Therapeut ein Schröpfglas auf die Haut und erzeugt entweder durch Erwärmen oder durch eine Vakuumpumpe einen Unterdruck. Der Patient empfindet bei dieser Anwendung selten Schmerzen sondern eher Erleichterung. Die Haut zieht sich in das Schröpfglas hinein und es kann sich eine rosa bis dunkelrote Verfärbung entwickeln. Dies ist ein gutes Zeichen und deutet darauf hin, dass sich gestaute und verbrauchte Energien auflösen. Der Fluss von Blut und Lymphe wird aktiviert. Nach ein paar Tagen verblassen die Rötungen langsam wieder. Um auf das Gewebe besser einwirken zu können, werden in der Regel mehrere Schröpfgläser aufgesetzt. Auch lokale Bereiche des Körpers wie Gelenke können auf diese Art sanft behandelt werden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, mit einem Schröpfglas den gesamten Bereich manuell zu massieren. Dazu wird das Glas über die eingeölte Haut hin und her bewegt. Dies hat eine stärkere durchblutungsfördernde Wirkung als eine klassische Massage. Gelegentlich bilden sich dabei sogenannte Petechien (kleine Einblutungen in die Haut), die sich aber im Verlauf wieder zurückbilden.

Die Therapie bewirkt eine lokale Durchblutungsförderung, Schlacken und Gifte können gelöst und an die Oberfläche transportiert werden. Das Gewebe wird wieder weich und entspannt sich, Blockaden werden aufgelöst. Es wirkt auf das Nervensystem, öffnet die Gefäße und aktiviert die Selbstheilungskräfte des eigenen Organismus.

Eine unterstützende und begleitende Wärme- und Akupunkturbehandlung ist ebenfalls möglich. Mit dem Schröpfen haben unsere Patienten die Möglichkeit zu einer schnellen Gesundung.

Eigenbluttherapie

Die Eigenbluttherapie gehört zu den sogenannten „Reiztherapien“, bei dem das aufbereitete Blut einen Fremdkörperreiz auslöst. Ursprung dieser Therapieform sind Experimente des Arztes William Highmore (1874) sowie von Novotny im Jahre 1912. Durch die Eigenblutbehandlung werden die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt, das in den Muskel injizierte aufbereitete Blut aktiviert das Immunsystem.

Durch die Eigenblutbehandlung werden die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt, das in den Muskel injizierte aufbereitete Blut aktiviert das Immunsystem. Das so aktivierte Immunsystem ist dann in der Lage, verstärkt gegen körperfremde Eindringlinge, wie Viren und Bakterien vorzugehen. Die Eigenblutbehandlung wird seit vielen Jahren erfolgreich bei chronischen Infekten und allgemeiner Infektanfälligkeit, sowie bei allergischen Erkrankungen, Asthma, Neurodermitis und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.

Indikationen für die Eigenbluttheraphie

  • Abwehrschwäche
  • Allergien (z.B. Heuschnupfen)
  • Asthma bronchiale
  • Blutbildungsstörungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme, Neurodermitis)
  • Rekonvaleszenz (Erholung nach schwerer Erkrankung)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Bei der Eigenbluttherapie werden 2-3 Milliliter Blut aus einer Vene des Patienten entnommen und direkt mit 1-2 Milliliter einer homöopathischen Wirksubstanz oder einem pflanzlichen Präparats vermischt und anschließend direkt in den Gesäßmuskel injiziert.

Eine normale Behandlungsserie umfasst 10 Injektionen, die sich auf ein- bis dreimal die Woche verteilen, wobei Serienlänge und Injektionsintervalle individuell dem Krankheitsbild und der Verträglichkeit angepasst werden. So können bei chronischen Erkrankungen die Sitzungen auch in Abständen von zwei bis vier Wochen indiziert sein.

In der Regel wird die Eigenblutbehandlung sehr gut vertragen. Es kann allerdings nach der Behandlung zunächst zu einer kurzfristigen Verschlimmerung der Symptome kommen (sogenannte Erstverschlimmerung). Das wird als Zeichen einer Heilungsreaktion gewertet und kann die Wirksamkeit der Therapie zeigen. In seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Fieber kommen, in extrem seltenen Fällen kann es durch den Zusatz (Echinacea compositum) zu schweren allergischen Reaktionen kommen. Diese schwerwiegenden Reaktionen sind allerdings während meiner Tätigkeit als praktizierender Arzt noch nie vorgekommen.

Die Eigenbluttherapie ist keine Kassenleistung, von Privatkassen werden die Kosten übernommen. Die Kosten für eine Eigenblutbehandlung betragen pro Sitzung nach der Gebührenordnung für Ärzte-(GOÄ Ziffer Nr. 284) 12,07 € + 1xig die GOÄ-Beratungsziffer 1, 10 Sitzungen 131,42 € zuzüglich Kosten für das verwendete Präparat, welches mit dem Blut vermischt wird (z.B. Regasinum antallergicum, Echinacea compositum oder Asthma-Injektopas SL)
Falls Sie Fragen zu dem Verfahren haben, sprechen Sie mich gerne persönlich darauf an.

Wärmetherapie mittels TDP-/Moxa-Lampe

Die Wärmetherapie ist seit langem eine bewährte und natürliche Methode zur Behandlung von Verspannungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, akuten oder chronischen Atemwegsinfekten oder Entzündung der Nasennebenhöhlen (u.v.m.).

Schon der berühmteste Arzt des Altertums „Hippokrates“ (460-370 v. Chr.) erkannte: Wer mit Wärme nicht zu heilen ist, dem ist nicht zu helfen“. Lokal angewendete Wärme steigert die Durchblutung im Gewebe, der verstärkte Blutfluss durch Weitstellung der Blutgefäße trägt dazu bei, dass schmerzerzeugende Entzündungsmediatoren (biochemische Substanzen, die Entzündungsreaktionen einleiten) besser „ausgewaschen“ werden. Auch werden so mehr Sauerstoff und Nährstoffe heranstransportiert, die helfen, den gesunden Normalzustand des Gewebes wiederherzustellen. Die Moxalampe unterscheidet sich deutlich von anderen Wärmeleuchten. Während die meisten Leuchten mit einem herkömmlichen Infrarot Leuchtmittel arbeiten, greift die Moxa-Wärmtherapielampe auf eine spezielle Mineralbeschichtung zurück, die sich aus 33 Elementen in 43 verschiedenen chemischen Verbindungen als feine Kristalle zusammensetzt. Bei Aktivierung durch das integrierte Heizelement strahlt die Mineralienbank ein bestimmtes Spektrum aus elektromagnetischen Wellen der Wellenlängen 2-22μ bei 25 mW/mm2 Intensität aus. Die Moxa-Wärmetherapielampe lässt sich besonders einfach einsetzen, da auf Gel und Elektrostimulation verzichtet werden kann und sich das Gerät direkt auf der Haut einsetzen lässt.
Gute Erfolge werden auch beim Erwärmen tiefer gelegenen Gewebes erzielt.

Positiven Auswirkungen

  • Linderung von Muskelverspannungen oder Muskelspasmen
  • Verbesserung der Beschwerden bei Sinusitis mit Sekretmobilisation
  • Verminderte Gelenksteifigkeit
  • Gesteigerte Blutgefäßerweiterung und verbesserte Blutzirkulation
  • Linderung der Beschwerden bei Verstauchungen und Sehnenzerrungen
  • Gesteigerte Lymphsystemaktivität

Eine Kombination mit anderen Therapieverfahren wie Akupunktur oder Neuraltherapie ist häufig sinnvoll und verbessern den Therapieerfolg. Diesbezüglich befragen Sie einfach den Therapeuten.

Hydrojet-Überwasser-Massage

Seit Oktober 2016 steht ihnen in eigenen Räumlichkeiten das Wellsystem Hydrojet Medical Plus zur Verfügung.
Bei dem Gerät handelt es sich um ein seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetztem Überwasser-Massage-System, welches auf Sie individuell eingestellt werden kann.

Dabei verbindet das Wellsystem Medical Plus die sanfte Kraft des Wassers mit wohltuender Wärme, um insbesondere Rückenschmerzen, Muskelverspannungen oder Verhärtungen im Schulter- und Nackenbereich zu lösen. Zudem ist es in der Lage den Stoffwechsel zu aktivieren, die Durchblutung zu fördern und Abwehrkräfte zu steigern.
Auch bei Stress und Erschöpfungszuständen hilft das Wellsystem Medical Plus, dass Sie sich schneller und effizienter entspannen. Hervorragend geeignet ist die Therapie begleitend z.B. vor oder nach Akupunkturbehandlungen oder Osteopathien.
Die Behandlungen sind über Privatkassen ohne Zuzahlung abzurechnen.

Darmsanierung / Intestinale Barrierestabilisierung

Unser Darm ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan und spielt eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr. Im Darm, mit seinen mehreren tausend Quadratmetern Schleimhaut, leben bis zu 2000 Arten verschiedenster Mikroorganismen. Man findet alleine ca. 100 Billionen der unterschiedlichsten Bakterien, ca. 10x mehr als wir insgesamt Körperzellen besitzen.

Der Darm ist durch unsere veränderte Ernährung und Lebensweise besonderen Einflussfaktoren ausgesetzt, wahrscheinlich haben mittlerweile die wenigsten Menschen in den mitteleuropäischen Ländern noch eine gesunde Darmflora. Die Ursachen sind vielfältig, z.B. durch die Belastung von Trinkwasser und Lebensmittel mit Antibiotika oder Hormonen aus der Masttierhaltung.

Antibiotika können zwar bei bestimmten bakteriell-verursachten Erkrankungen Leben retten, jedoch zerstören sie unsere gesunde Darmflora, die sich auch häufig nach dem Antibiotika-Einsatz nicht mehr vollständig regeneriert. Dadurch kommt es zu einer Verschiebung der natürlichen Keimzahlen im Darm und Fäulnisbakterien und oftmals auch Pilze vermehren sich dann übermäßig. Es kommt in der Folge zu einer Vermehrung von anfallenden Säuren, die durch Stoffwechselprodukte dieser schadhaften Keime verursacht werden, entzündliche Vorgänge werden gefördert, es entstehen mehr Fäulnisgase/Blähungen und es können sich Verdauungsstörungen mit wechselnden Stuhlgängen entwickeln.

Auch ein häufiger Konsum von Kuhmilchprodukten und stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln mit vielen Nahrungszusätzen und Konservierungsmitteln (insbesondere E200-299) stören den natürlichen Aufbau der gesunden Darmflora erheblich und führen unter anderem zu Gährungsprozessen.

Immer mehr Menschen leiden unter Darmproblemen wie Darmträgheit, weichem oder flüssigem Stuhl, Gasbildung oder einer Dysbakterie (Fehlbesiedlung) und deren vielfältigen Folgen. Mit schulmedizinischen Untersuchungsmethoden können oft keine hilfreichen Diagnosen gestellt werden und nicht jeder möchte sich mit nebenwirkungsreichen Tabletten abspeisen lassen. Und so finden immer mehr Leidtragende zu einer natürlichen Darmsanierung.

Unter einer Darmsanierung versteht man den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora, in der alle Bakterien in einem Gleichgewicht vorhanden sind. Ein solches Verfahren ist spätestens bei auftretenden von Beschwerden anzuraten.

Eine vernünftige Ernährungsumstellung ist parallel unabdingbar, um den Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Je natürlicher eine Darmsanierung ist, umso verträglicher ist sie. Eine natürliche Darmsanierung muss bei aller Natürlichkeit effektiv und gründlich sein, damit die hochgesteckten Ziele einer Verbesserung der Zusammensetzung der Darmflora auch erreicht werden können: Das Verdauungssystem wird vollständig gereinigt, das Gewebe entgiftet, die Darmflora aufgebaut und das Immunsystem unterstützt. Gleichzeitig werden sämtliche Organe entlastet und in ihrer Selbstheilungskraft gestärkt.

Ziele einer natürlichen Darmsanierung

  • Sie entfernt mögliche im Darm vorhandene Ablagerungen (verhärteten Kot, Schleim und Schadstoffe).
  • Sie aktiviert die Peristaltik. Die Peristaltik bezeichnet jene von uns unbemerkten Bewegungen des Darms, mit denen er den Nahrungsbrei bzw. den Stuhl zügig, aber nicht zu zügig Richtung Ausgang transportiert. Eine gesunde Peristaltik bewahrt somit sowohl vor Verstopfung als auch vor Durchfall.
  • Sie reguliert die Konsistenz des Stuhls und erleichtert somit die Ausscheidung.
  • Sie sorgt für die rasche Ausleitung von Giften und Schadstoffen.
  • Sie schafft ein Milieu, in dem sich die nützlichen Darmbakterien wohl fühlen. Dadurch und durch die Ausleitung der Ablagerungen nimmt sie gleichzeitig schädlichen Darmbakterien (meist Anaerobier/Gärungsbakterien), Pilzen und Parasiten die Lebensgrundlage.

Indikationen für eine Darmbehandlung

  • Verstopfung, Blähungen , häufiger dünner Stuhlgang (kein Durchfall!)
  • Allergien, Probleme mit der Immunabwehr
  • Erschöpfung, Schwäche, Energieverlust
  • Sodbrennen
  • nach einer Antibiotika-Behandlung
  • bei chronischen Krankheiten
  • Reizdarmsyndrom
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Fructose- oder Laktoseintoleranz

Team

Dr. med.
Sascha Lammertz

Facharzt für Allgemeinmedizin

Hausarzt

  • Akupunktur und Naturheilverfahren
  • Weiterbildung Sportmedizin
  • Psychosomatische Grundversorgung

Mergime Dibrani

Medizinische Fachangestellte

  • Hygienemanagement
  • Wundversorgung
  • Kinesiotaping
  • Impfungen

Saveh Doroudi

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Sylke Peek


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Svenja Georg


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